Arrata Programm 2018

08.03.2018 | Das altsteinzeitliche Felsbild von Gondershausen (Hunsrück)! (Vortrag mit anschließender Diskussion)
  • Im Jahr 1992 wurden gravierte Tierdarstellungen auf einem Schieferfelsen entdeckt. Es handelt sich um das einzige altsteinzeitliche Felsbild in Mitteleuropa! Nach Gutachten von international anerkannten Felsbildspezialisten und Veröffentlichungen durch ARRATA wurde das Felsbild im Rahmen einer Pressekonferenz durch die damalige Kulturministerin Doris Ahnen am 01. Juli 2014 der öffentlichkeit vorgestellt: "...unser Anspruch muss der sein, dass wir natürlich dieses Denkmal schützen wollen..., aber auf der anderen Seite wollen wir auch Menschen an solchen Entdeckungen teilhaben lassen." Das Felsbild ist bis heute ungeschützt. Der reich bebilderte Vortrag behandelt den aktuellen Forschungsstand und gibt einen überblick über die Felsbilder Europas sowie den denkmalpflegerischen und pädagogischen Umgang mit ihnen.Leiter: Wolfgang Welker, in Zusammenarbeit mit der Waldökostation Remstecken
17.03.2018 | Kampf um Pfaffenheck - Spuren des Zweiten Weltkriegs
  • Vor 73 Jahren war die Gegend zwischen Pfaffenheck und Buchholz im Vorderhunsrück Schauplatz einer äußerst blutigen Schlacht zwischen amerikanischen und deutschen Truppen. Die Autoexkursion führt zunächst zu den sichtbaren Spuren; mehrere MG-Stellungen und Bombentrichter auf der Höhe Schiebigeich und auf dem Schafberg bezeugen noch heute die mörderischen Kämpfe, die während der letzten Kriegstage im März 1945 stattfanden. Nach einem Besuch des Gefallenen-Friedhofs führt ein Spaziergang zu weiteren Besichtigungspunkten in und um Pfaffenheck.Leiter: Dr. Jochen Lehnhardt und Dr. Holger Hirt
24.03.2018 | "Burg Pfarrköpfchen", die alte Stromburg!
  • Bis zu den Ausgrabungen in den 80iger Jahren durch die Archäologische Denkmalpflege war die Burganlage am Rande der Stromberger Altstadt völlig unbekannt. Ohne spätere Um- oder Überbauung hat sich eine salierzeitliche Burganlage erhalten, die aufgrund der Funde mit der Stromburg gleichzusetzen ist. Diese wurde in den Urkunden des 11. Jahrhunderts (erstmals 1056) erwähnt.Leiter: Norbert Zimmermann und Stefan Link, Burgpaten der alten Stromburg
15.04.2018 | Maikäfer flieg' ... - Der 30-jährige Krieg (1618-1648) und seine Auswirkungen in Rhens
  • Vor 400 Jahren begann der 30-jährige Krieg. Er hatte auch für das mittelalterliche Städtchen Rhens verheerende Folgen, wie bei einem Rundgang durch die historische Altstadt an vielen Stellen gezeigt wird.Leiter: Franz-Josef Schmillen, Historiker und Stadtführer. Kontakt: Tourist-Info Rhens, Tel.: 02607 - 49510
28.04.2018 | Felsbilder entdecken - Spuren im Felsen erkennen und bewerten (Prospektionsübung)
  • Felsbilder sind im Raum Deutschland bisher eine verkannte Quellengattung. Im Rahmen einer praktischen Geländeübung sollen anhand von Beispielen Methoden aufgezeigt werden, wie man anthropogene Felsbearbeitungen entdecken und von natürlichen Spuren unterscheiden kann. Nicht weniger bedeutsam ist der denkmalpflegerische Umgang mit Felsbildern, der sich einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Schutz unterordnen sollte. Bevor es ins Gelände geht, erfolgt zunächst eine chronologische übersicht über den zu erwartenden Formenschatz bei Felsbildern.Leiter: Wolfgang Welker, ARRATA e.V.
26.05.2018 | Müllarchäologie. Zu Besuch auf der Kreismülldeponie
  • Im Rahmen einer Kooperation veranstalten der NABU Rhein-Hunsrück und der Verein ARRATA einen Ausflug zur Kreismülldeponie und greifen ein Querschnittsthema auf. Zum einen verkörpert der Müll von heute einen Teilbereich der Zukunftsarchäologie und zum anderen ist die Vermeidung, Aufbereitung, Wiederverwendung und Lagerung von Müll eine wesentliche umweltpolitische Herausforderung der Gegenwart, um die Zukunft lebenswert zu gestalten. Unter der fachkundigen Leitung von Frau Dr. Stegmayer (Rhein-Hunsrück-Entsorgung) wird durch die Kreismülldeponie geführt und ihre Abfallwirtschaft vorgestellt. Neben der jüngeren Geschichte der Müllentsorgung und wie die Kreismülldeponie funktioniert, stehen verschiedene "müllarchäologische" Fragen, beispielsweise wie viel Zeit welcher Müll für eine vollständige Verrottung benötigt oder wie Müll fachgerecht gelagert wird im Mittelpunkt der Führung. Vor Beginn der Führung gibt W. Welker einen kurzen überblick über die Geschichte des Mülls von der Steinzeit bis zur Neuzeit.Leiter: W. Welker (ARRATA e.V./ NABU Rhein-Hunsrück)
26.05.2018 | "Spurensuche im Müll von vorgestern" - Anschlussexkursion (bei ausreichendem Interesse - Mindestteilnehmer 5)
  • Was nur wenige wissen: Bis in die 1970iger Jahre hinein hatten viele Gemeinden ihre eigene Müllkippe und entsorgten den Müll wie in früheren Epochen am Rande der Ortschaften, meistens an steilen Hängen. Die Autoexkursion unter der Leitung von W. Welker führt zu einer dieser Müllkippen.Leiter: W. Welker (ARRATA e.V./ NABU Rhein-Hunsrück)
04.08.2018 | Festungsruine Mont-Royal, die ehemals größte französische Festung des 17. Jahrhunderts auf deutschen Boden
  • In dem Jahr 1687 wurde mit dem Bau der Festung auf dem Halbinselberg der Mosel bei Traben nach den Plänen des französischen Festungsbaumeisters Vauban begonnen.
    Bereits 1698 wurde die Festung von den Franzosen wieder gesprengt.
    Sie war die Operationsbasis für die Rheinarmee Ludwig XIV. In den Jahren 1929-1938 wurden umfangreiche Grabungen von Dr. Spies durchgeführt. Die heute noch vorhandenen Reste lassen die einstige Größe noch erkennen. Der geführte Spaziergang zu den versteckt liegenden Sehenswürdigkeiten, darunter unterirdische Gänge und Gewölbe, findet in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Festung Mont Royal statt.
    Leiter: Uwe Hauth u.a., Freunde und Förderer der FESTUNG MONT ROYAL e.V.Selbstbeteiligung: 5 Euro (bis 16 Jahre frei)Treffpunkt: Parkplatz gegenüber des Flugplatzes Mont Royal in Traben-Trarbach, 14:00 Uhr (bis ca. 16:30 Uhr).
01.09.2018 | Auf den Spuren der Vor- und Frühgeschichte von den Kelten bis zum 30jährigen Krieg in der Gemarkung Enkirch. Kleine Wanderung (Fortsetzung der letztjährigen Tour)
  • In der Gemarkung Enkirch befinden sich zahlreiche Bodendenkmäler aus der keltischen und römischen Epoche, darunter Grabhügelfelder, Siedlungen, Eisenschmelzen oder Tempelanlagen. Unter der Leitung von Uwe Hauth machen sich die Teilnehmer auf die Spurensuche dieser vergangenen Epochen, deren Überreste durch Tiefpflug, Forstarbeiten oder Raubgräber heute mehr denn je gefährdet sind.Leiter: Uwe Hauth, Freunde und Förderer der FESTUNG MONT ROYALSelbstbeteiligung: 5 Euro (bis 16 Jahre frei)Treffpunkt: Parkplatz am Naturwanderweg zwischen Raversbeuren und Enkirch an der L 193. Der ausgeschilderte Parkplatz befindet sich auf der rechten Seite im Bereich der Hangkante, 14:00 Uhr (bis ca. 16:30 Uhr)
30.09.2018 | Hellenpütz - Topographie einer vergessenen römischen Landsiedlung bei Perscheid. Mekka der Schatzjäger.
  • Die rund zweistündige Begehung führt zu den Geländemerkmalen der römerzeitlichen Siedlung (vicus) Hellenpütz. Neben der Forschungsgeschichte stehen verschiedene archäologische Fragestellungen im Mittelpunkt der Führung. Seit der Entdeckung eines Münzschatzes im Jahr 1693, entwickelte sich die Gemarkung Hellenpütz zum Mekka für Schatzjäger, die heute selbst Anfahrten aus benachbarten Ländern nicht scheuen. Die Führung beabsichtigt daher auf die besondere wissenschaftliche Bedeutung und Schutzwürdigkeit des Fundplatzes hinzuweisen. Neben einem bebilderten Einblick in die Topographie und das damalige Aussehen der Siedlungsstelle - unter anderem hat ARRATA im Jahr 2017 einen neuen burgus (militärische Kleinbefestigung) identifiziert - wird zudem die denkmalpflegerische und gesetzliche Problematik der (illegalen) Schatzjägerei mit dem Metallsuchgerät dargestellt, die der Verein ARRATA seit rund zwanzig Jahren bekämpft.Leiter: Wolfgang Welker, ARRATA e.V.Selbstbeteiligung: 5 Euro (bis 16 Jahre frei)Treffpunkt: Wanderparkplatz an der K86 zwischen Perscheid und Erbach. Von Perscheid kommend 100 m hinter dem zweiten Aussiedlerhof rechts abfahren; 14:00 Uhr
20.10.2018 | "Burg Pfarrköpfchen", die alte Stromburg!
  • Weitere Informationen: Siehe Burgführung am 24. März 2018! (Treffpunkt und Uhrzeit bleiben ebenfalls unverändert)
.11.2018 | IX. Hunsrück-Kolloquium
  • Das im Jahr 2017 ausgefallene Hunsrück-Kolloquium soll im November nachgeholt werden. Im Rahmen des Hunsrück-Kolloquiums finden in der Regel drei Kurzvorträge von je 30 Minuten Länge zu vor- und frühgeschichtlichen Themen zwischen Rhein- und Mosel statt. Weitere Infos folgen über die Webseite und in der Presse.
     
    Vortrag 1: Zur Datierung der "Römerstraße" neben der Schlossbergstraße am Kühlberg bei Bacharach. Ein Beitrag zur Funktion, Entstehung und Alter von Geleisestraßen (Dr. D. Aversano-Schreiber)
    Vortrag 2: Hunsrückarchäologie. Rund 180 Jahre bürgerschaftliches Engagement! (W. Welker)
    Selbstbeteiligung: 5 Euro/3 Euro erm.; Anmeldung bitte per eMail an Geschaeftsstelle@arrata.info (Teilnehmerbegrenzung)Treffpunkt: Alter Bahnhof Emmelshausen, 19:00 Uhr (bis ca. 22:00 Uhr)Gastgeber: ARRATA e.V.

Kooperationspartner Jahresprogramm 2018

  • NABU Rhein-Hunsrück
  • Waldökostation Remstecken (Umweltamt Koblenz)
  • Burgpaten der Alten Stromburg
  • Freunde und Förderer der FESTUNG MONT ROYAL e.V.
  • Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und die Viertäler e.V.
  • Stadt Rhens

Kontakt

ARRATA - Verein für fachübergreifende und angewandte Archäologie e.V.
Geschäftsstelle
Wolfgang Welker M.A.
Niederbachstr. 101
55430 Oberwesel
eMail: Geschaeftsstelle@arrata.info
Tel. : 0160 - 94822079
Internet: arrata.info

Allgemeine Hinweise

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Der Verein ARRATA ist nicht Reiseveranstalter im Sinne des § 651 BGB. Es wird keine Haftung für Unfälle sowie Personen-, Sach- oder sonstige Schäden übernommen, die durch die Teilnahme an den Veranstaltungen des Vereins entstehen. Die Teilnahme erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr!

 

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