ARRATA-Touren 2020 in der Mittelrhein-, Mosel- und Hunsrückregion

Exkursionen, Führungen, Vorträge und Prospektionsübungen

20 Jahre ARRATA - Geschichte erleben!

Arrata Programm 2020

28.03.2020 | "Burg Pfarrköpfchen", die alte Stromburg!
  • Bis zu den Ausgrabungen in den 80iger Jahren durch die Archäologische Denkmalpflege war die Burganlage am Rande der Stromberger Altstadt völlig unbekannt. Ohne spätere Um- oder Überbauung hat sich eine salierzeitliche Burganlage erhalten, die aufgrund der Funde mit der Stromburg gleichzusetzen ist. Diese wurde in den Urkunden des 11. Jahrhunderts (erstmals 1056) erwähnt.Leitung: Norbert Zimmermann und Stefan Link, Burgpaten der alten Stromburg
04.04.2020 | Auf bergbaulichen Spuren in der Gemarkung Traben-Trarbach
  • Autoexkursion mit WanderungDie kombinierte Autoexkursion mit anschließender Wanderung führt zu einer entlegenen Bergbaustätte im ehemaligen Trarbacher Grubenfeld, die von der ersten urkundlichen Erwähnung im späten Mittelalter bis 1949 in Betrieb war. Dort wurde Schiefer und Erz abgebaut. Die noch erhaltenen Reste, die sich im Gelände unter anderem durch Stolleneingänge, Mauerreste, Abraumhalden usw. abzeichnen, ermöglichen es sich die Grube zu ihrer Produktionszeit vorzustellen. Auf dem Weg zu diesem Denkmal der frühen Industrialisierung wandern wir an einem Rest der ehemaligen sogenannten Graacher Schanzen vorbei, die von Preußen 1794 zur Abwehr eines Angriffes der Franzosen angelegt wurden.Leitung: Uwe Hauth, ARRATA e.V./ Freunde und Förderer der FESTUNG MONT ROYAL e.V.
18.04.2020 | Geschichte der Glocken im Viertälergebiet
  • Vortrag mit anschließender BesichtigungIn einem PowerPoint-Vortrag soll bei einem Glas guten Weines auf Herstellung, Material, Inschriften, Funktion und das wechselhafte Schicksal der Glocken aller Kirchen in Bacharach, Steeg, Rhein- und Oberdiebach, Manubach und den zugehörigen Höhenorten eingegangen werden. Anschließend Besichtigung der vier Glocken von 1390, 1513 und 1964 im Turm der Pfarrkirche St. Mauritius in Oberdiebach.Leitung: Dagmar Aversano-Schreiber, Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und der Viertäler e.V.Selbstbeteiligung: freiTreffpunkt: Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Vierthäler, Rheingoldstr. 136, 55413 Oberdiebach, 14:00 Uhr
25.04.2020 | Felsbilder entdecken - Spuren im Felsen erkennen und bewerten
  • ProspektionsübungFelsbilder sind im Raum Deutschland bisher eine verkannte Quellengattung. Im Rahmen einer praktischen Geländeübung sollen anhand von Beispielen Methoden aufgezeigt werden, wie man anthropogene Felsbearbeitungen entdecken und von natürlichen Spuren unterscheiden kann. Nicht weniger bedeutsam ist der denkmalpflegerische Umgang mit Felsbildern, der sich einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Schutz unterordnen sollte. Bevor es ins Gelände geht, erfolgt zunächst - bei einer Tasse Kaffee oder Tee - eine chronologische übersicht über den zu erwartenden Formenschatz bei Felsbildern.Leitung: Wolfgang Welker, ARRATA e.V.Selbstbeteiligung: 10 Euro (inkl. Getränk), Anmeldung per eMail an Geschaeftsstelle@arrata.infoTreffpunkt: Schorfelder Hof (Ziegenklause), Gondershausen, 14:00 Uhr (Dauer ca. 4 Stunden)
09.05.2020 | Das gallorömische Heiligtum auf dem Martberg
  • Tempelführung im ArchäologieparkIn keltischer Zeit entstand auf dem Martberg um 100 v. Chr. eine befestigte Großsiedlung als politisches und religiöses Zentrum. In römischer Zeit entwickelte sich ein Tempelbezirk von überregionaler Bedeutung, der im 3. Jahrhundert n.Chr. seine Blütezeit erreichte. Ein Teil der Tempelanlage wurde auf den antiken Grundmauern wiederaufgebaut und vermittelt einen lebendigen Eindruck der antiken Lebens- und Glaubenswelt. Nach der Führung gibt es eine kleine Kaffee- und Kuchenpause in der kleinen Tempelanlage.
    Teilnehmerbegrenzung: Anmeldungen bis Sonntag 03. Mai unter Geschaeftsstelle@arrata.info.
    Leitung: Herr M. Rausch, Förderverein Pommerner MartbergSelbstbeteiligung: 5 EuroTreffpunkt: Mosel-Parkplatz an der B49 (neben Imbiss), Pommern, 14:00 Uhr. Weiterfahrt und 15minütiger Spaziergang. Sonderregelung für Gehbehinderte (Dauer ca. 2,5 Stunden).
06.06.2020 | Höhenbefestigung Dommelsberg (Remstecken, Stadtwald Koblenz)
  • WanderungDie Wanderung führt zu einer vorgeschichtlichen Wallanlage, auf der bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts Ausgrabungen stattfanden. Die Höhensiedlung, mit ersten Besiedlungsspuren um 1000 v. Chr., liegt mit wunderschönem Ausblick über dem Welterbe Mittelrheintal.Leitung: Wolfgang Welker, ARRATA e.V. in Kooperation mit der Waldökostation RemsteckenSelbstbeteiligung: 5 Euro (bis 16 Jahre frei)Treffpunkt: Waldökostation Remstecken, 14:00 Uhr
21.06.2020 | "Außer Rand und Band", für "Hinz und Kunz", mit "Kind und Kegel"
  • StadtführungRedensarten und Sprichwörter, die Berufe und Bräuche in früherer Zeit wieder lebendig werden lassen. Eine interessante und amüsante Führung quer durch die mittelalterliche Altstadt von Rhens. Die Führung findet bei jedem Wetter statt.
    Kontakt: Tourist-Info Rhens, Tel.: 02607 - 49510
    Leitung: Franz-Josef Schmillen, Historiker und StadtführerSelbstbeteiligung: 5,00 Euro (bis 16 Jahre frei)Treffpunkt: Tourist-Info Rhens (hinter dem Alten Rathaus), 14:30 Uhr (bis ca. 16.00 Uhr)
27.06.2020 | Rettet das altsteinzeitliche Felsbild!
  • FührungAm 01. Juli 2020 jährt sich die Pressekonferenz zum sechsten Mal. Unter Leitung der damaligen Kulturministerin D. Ahnen wurde das, von international renommierten Fachleuten in die Altsteinzeit datierte, Felsbild der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Versprechen, keine Kosten zu scheuen, um den Schutz und die bildungswirksame Aufbereitung des in Mitteleuropa einzigartigen Kulturdenkmals zu gewährleisten, wurden bis heute nicht umgesetzt. Mittlerweile mussten zahlreiche Beschädigungen auf dem Felsbild festgestellt werden! Nun soll erstmals die Öffentlichkeit auf den zwingend notwendigen Schutz des Kulturdenkmals aufmerksam gemacht werden!Leitung: W. Welker, ARRATA e.V.Selbstbeteiligung: 5,00 EuroTreffpunkt: Anmeldung unter Geschaeftsstelle@arrata.info notwendig (Teilnehmerbegrenzung).
15.08.2020 | Festungsruine Mont-Royal, die ehemals größte französische Festung des 17. Jahrhunderts auf deutschen Boden
  • In dem Jahr 1687 wurde mit dem Bau der Festung auf dem Halbinselberg der Mosel bei Traben nach den Plänen des französischen Festungsbaumeisters Vauban begonnen.
    Bereits 1698 wurde die Festung von den Franzosen wieder gesprengt.
    Sie war die Operationsbasis für die Rheinarmee Ludwig XIV. In den Jahren 1929-1938 wurden umfangreiche Grabungen von Dr. Spies durchgeführt. Die heute noch vorhandenen Reste lassen die einstige Größe noch erkennen. Der geführte Spaziergang zu den versteckt liegenden Sehenswürdigkeiten, darunter unterirdische Gänge und Gewölbe, findet in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Festung Mont Royal statt. Im Rahmen der Führung können bei Interesse die noch vorhandenen Reste der ehemaligen Luftverteidigungszone West (Flakstellung) besichtigt werden.
    Leitung: Uwe Hauth u.a., Freunde und Förderer der FESTUNG MONT ROYAL e.V.Selbstbeteiligung: 5 Euro (bis 16 Jahre frei)Treffpunkt: Parkplatz gegenüber des Flugplatzes Mont Royal in Traben-Trarbach, 13:30 Uhr (bis ca. 16:30 Uhr).
29.08.2020 | Skandalwindrad WEA 11 Bickenbach – Mahnmal gegen das Vergessen
  • Denkmalpädagogische Wanderung der etwas anderen ArtDie Wanderung führt zur Windenergieanlage WEA 11 bei Bickenbach, die inmitten der mittelalterlichen Wüstung Seibertshausen erbaut wurde und zu der ARRATA bereits im Frühjahr 2017 eine Führung, die der Aufklärung diente, anbot. Der Bau wurde in 2017/18 von zahlreichen Skandalen und vielfältigen Bürgerprotesten begleitet und durch Funk und Fernsehen (SWR) überregional bekannt. Fragwürdige Genehmigungsverfahren mit falschen Stellungnahmen, fehlerhaften Gutachten oder bspw. fehlenden Prüfungen und die illegale Entsorgung von krebserregenden Giftstoffen sowie ein nicht nachvollziehbares Urteil des OVG gehören zu einer unglaublichen Vielzahl von Handlungen, die die politischen Ziele der Energiewende ad absurdum führen und am Glauben an den Rechtsstaat zweifeln lassen. Demokratische Grundwerte, Natur- und Denkmalschutz und vor allem der Schutz des Menschen vor gesundheitlichen Gefahren wurden derart mit Füßen getreten, dass die WEA 11 heute ein Mahnmal verkörpert, das an (zu) viele zu Unrecht erbaute Windenergieanlagen erinnert.Leitung: Dagmar Pera, Schnellbach; Wolfgang Welker (ARRATA e.V.) und Hajo Brüggemann (NABU Rhein-Hunsrück)Selbstbeteiligung: SpendenTreffpunkt: Hunsrückhöhenstraße (B327) von Niedert (Emmelshausen) kommend, rechts gegenüber Abfahrt in Richtung Simmern (L 218). Parkplätze auf beiden Seiten, 14:00 Uhr
19.09.2020 | Der Ohligsberg, eine vorgeschichtliche Wallanlage im Binger Wald
  • WanderungDie rund 3,5stündige Wanderung führt zu einer bislang nicht erforschten, aber außergewöhnlichen Höhenbefestigung, die der keltischen Epoche zugeschrieben wird. Vor Ort begeben wir uns auf Spurensuche und laufen die beeindruckende Wallanlage ab. Der Gastreferent René Radloff erläutert das durch Laserscanning erzeugte digitale Geländemodell der Wallanlage. Unterwegs betrachten wir eine weitere Wallanlage (Damianskopf), genießen schöne Ausblicke ins Welterbe Mittelrheintal und begegnen vorgeschichtlichen Grabhügeln.Leitung: Wolfgang Welker, ARRATA e.V.Selbstbeteiligung: 5 Euro (bis 16 Jahre frei)Treffpunkt: Parkplatz Bodmannstein (Internet: Parkplatz Walderlebnispfad K29 Weiler). Anfahrt über Waldalgesheim in Richtung Forsthäuser, 14:00 Uhr
27.09.2020 | Hellenpütz bei Perscheid - Mekka der Schatzjäger
  • Denkmalpädagogischer Spaziergang der etwas anderen Art!I. Topographie einer vergessenen römischen Landsiedlung
    II. Archäologie und Recht

    Die thematisch zweigeteilte Begehung führt zu der überregional bekannten römerzeitlichen Siedlung „Hellenpütz“ bei Perscheid. Im Jahr 1881 erfolgten Ausgrabungen durch das Bonner Provinzialmuseum, die die Vermutung einer römerzeitlichen Straßensiedlung bestätigten. Zahlreiche Bilder untermalen die Erläuterungen zum Aussehen und der Funktion der Siedlungsstelle, auf der jüngst eine militärische Kleinbefestigung durch den Verein ARRATA identifiziert wurde.
    Seit der Entdeckung eines bedeutenden Münzschatzes im Jahr 1693 entwickelte sich die Stätte zum Mekka der Schatzjäger. An dieser Problematik setzt der zweite thematische Teil am Ende der Begehung an: Seit Vergabe von Nachforschungsgenehmigungen im Jahr 2016 fallen unkontrolliert Schatzjäger ein, die bei ihren „Laiengrabungen“ auf das Naturschutzgebiet, Privatgrundstücke oder Bodendenkmäler keine Rücksicht nehmen. Attraktive Schatzfunde werden den Grundstückseigentümern –entgegen der aktuellen Rechtslage- i.d.R. nicht gemeldet. In einem kurzen Exkurs werden Probleme, wie die unklare Gesetzeslage in Rheinland-Pfalz (u.a. eingeschränktes Schatzregal!) dargestellt und der umfassende Handlungsspielraum einer als diffus einzuschätzenden Schatzjägerszene, in der sich nicht nur seriöse Forscher tummeln, diskutiert. Die Führung richtet sich sowohl an Geschichts- und Heimatinteressierte als auch bspw. an Grundstückseigentümer von historischen Stätten oder Sondengänger, die sich weiterbilden möchten.
    Leitung: Wolfgang Welker, ARRATA e.V.Selbstbeteiligung: 5 Euro (bis 16 Jahre frei)Treffpunkt: Wanderparkplatz an der K86 zwischen Perscheid und Erbach. Von Perscheid kommend 100 m hinter dem zweiten Aussiedlerhof rechts abfahren; 14:00 Uhr
24.10.2020 | "Burg Pfarrköpfchen", die alte Stromburg!
  • Weitere Informationen: Siehe Burgführung am 28. März 2020! (Treffpunkt und Uhrzeit bleiben ebenfalls unverändert)

Kooperationspartner Jahresprogramm 2020

  • Waldökostation Remstecken (Umweltamt Koblenz)
  • Burgpaten der Alten Stromburg
  • Stadt Rhens
  • Freunde und Förderer der FESTUNG MONT ROYAL e.V.
  • Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und die Viertäler e.V.
  • NABU Rhein-Hunsrück
  • Förderverein Pommerner Martberg 1997 e.V.

Kontakt

ARRATA - Verein für fachübergreifende und angewandte Archäologie e.V.
Geschäftsstelle
Wolfgang Welker M.A.
Schönauer Mühle
Niederbachstr. 101
55430 Oberwesel
eMail: Geschaeftsstelle@arrata.info
Tel. : 0160 - 94822079 (Mo-Fr 15:00-18:00h)
Internet: arrata.info

Allgemeine Hinweise

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Für alle ARRATA-Touren empfehlen wir festes Schuhwerk, witterungsangepasste Kleidung und ggf. Verpflegung. Für inhaltliche Fehler und Änderungen im Programm kann keine Haftung übernommen werden.

Der Verein ARRATA ist nicht Reiseveranstalter im Sinne des § 651 BGB. Es wird keine Haftung für Unfälle sowie Personen-, Sach- oder sonstige Schäden übernommen, die durch die Teilnahme an den Veranstaltungen des Vereins entstehen. Die Teilnahme erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr!

 

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